Über das Restaurant Osmans Töchter in Berlin wurde schon viel in den Medien berichtet. Warum das so ist und was es dort zu essen gibt, erfährst du in diesem Artikel.

Ich hatte die Gelegenheit, eine der beiden Gründerinnen zum Interview zu treffen.

Wie es zur Gründung von Osmans Töchter kam

Ursprünglich waren die beiden Gründerinnen Lale Yanik und Arzu Bulut getrennt auf der Suche nach einer geeigneten Location für ihren Traum eines eigenen Restaurants. Dann fand eine der beiden die Räumlichkeiten des ersten Restaurants von Osmans Töchter in der Pappelallee in Prenzlauer Berg. Zu groß für einen, aber es ergab sich, dass Arzu und Lale zusammenfanden und ihren Traum gemeinsam verwirklichten.

Die Eröffnung des Restaurants in der Pappelallee war im Juni 2012. Das Medienecho war unerwartet groß. Lale meinte bei unserem Interview, es läge einerseits wohl daran, dass zwei Frauen ein orientalisches Restaurant eröffneten, in der sonst sehr von Männern dominierten Szene der türkischen und arabischen Restaurants.

Ich bin überzeugt, dass es andererseits auch ganz stark daran lag, dass die beiden türkischstämmigen Gastronominnen viel Wert auf ein angenehmes Ambiente und eine zeitgemäße Interpretation orientalischer Gerichte legen. Mehr dazu in den entsprechenden Absätzen weiter unten. Der Name sollte deutsch sein und eine Verbindung aus ihren türkischen Wurzeln und der Tatsache, dass es sich um zwei Frauen handelt, herstellen. Ich finde, das ist ihnen hervorragend gelungen.

Im Oktober 2019 folgte dann das Restaurant in der Wielandstraße in Charlottenburg. Womit die Erfolgsgeschichte von Osmans Töchter fortgeschrieben wurde.

Das Essen bei Osmans Töchter

Osmans Töchter a la carteBei unserem Gespräch hat Lale hervorgehoben, wie viele vegane Gerichte es auf der Speisekarte gibt. Und sie hat vollkommen recht. Abseits vom Fleischspiesklischee – egal ob Döner, Schawarma oder Schisch Kebab – hat die orientalische Küche enorm viele vegane Gerichte zu bieten. Denk nur an gefüllte Weinblätter, Humus, Riesenbohnen in pikanter Tomatensauce oder geräucherte Aubergine.

Was mich beeindruckt hat, sogar beim Brot denkt man an die verschiedenen Bedürfnisse der Gäste. So kannst du neben dem Standardbrot auch ein veganes und sogar ein glutenfreies Brot bekommen – alles selbstverständlich hausgemacht. Das zeigt mir, wie wichtig Arzu und Lale das Wohlergehen ihrer Gäste ist.

Osmans Töchter vegane VielfaltDas Herzstück der Speisekarte bilden die kalten und warmen Meze. Kleine Gerichte, ähnlich den spanischen Tapas, die man sich je nach Gusto bestellt und dann am Besten mit den anderen am Tisch teilt. Sie kommen im Allgemeinen auch alle gleichzeitig auf den Tisch, sodass du dir von jedem Meze etwas auf den Teller tun kannst.

Wir waren zu dritt und hatten daher eine gute Auswahl an Speisen auf dem Tisch. Auf dem Bild siehst du übrigens die vegane Auswahl unserer bestellten Meze. Nachfolgend zeige ich dir alle Meze im Einzelnen. Das besondere bei Osmans Töchter sind die Frische und die gute Qualität der Speisen. Sogar die gefüllten Weinblätter werden hier selbst gemacht und nicht wie anderswo aus der Dose genommen.

Übrigens brauchen Fleischliebhaber keine Angst haben, dass sie zu kurz kommen. Obwohl die Speisekarte gut mit veganen und vegetarischen Gerichten gefüllt ist, gibt es immer noch genügend Fleischspeisen.

Die Getränke bei Osmans Töchter

Beim Interview mit Lale habe ich einen leckeren Granatapfeleistee getrunken. Bei den Getränken ist man aber sonst sehr kosmopolitisch unterwegs.

Aperol sourBei den Aperitivs findest du zum Beispiel einen Aperol Spritz oder einen Crémant mit Holdunderblütensirup und Minze – also eine Art Hugo. Bei unserem Essen zu dritt hatten wir auf Empfehlung unseres Kellners hin einen Aperol Sour (siehe Foto). Das war ein super Tipp. Den kann ich dir sehr empfehlen.

Letzteren findest du übrigens in der „Cocktails & Longdrinks“ Kategorie. Dort gibt es auch zwei, drei Kreationen mit Verbindung zur Türkei. „Osmans bittere Exfrau“ muss ich das nächste Mal probieren. Er enthält Rhabarbersaft und Bitter Lemon. Der „Istanbul Mule“ wird mit Raki gemacht. Den bekannten türkischen Schnaps bekommst du natürlich auch pur. Biere gibt’s übrigens auch.

Die alkoholfreien Getränke haben neben Säften von Dietz, Afri Cola, Henry Bitter Lemon und Tonic Water auch Ayran zu bieten. Und bei den Heißgetränken findest du neben Tees auch einen echten türkischen Mokka.

Das Ambiente

Ich muss sagen, ich war sowohl für das Interview wie auch das Essen in der Filiale in Berlin-Charlottenburg. Das Ambiente dort hat mir sehr gut gefallen. Lale und Arzu beweisen auch bei der Inneneinrichtung ein gutes Händchen.

Gemütliches Ambiente und angenehme BeleuchtungWie du auf den Bildern ganz oben schon und auch auf dem Foto hier nebenan sehen kannst, wird viel mit sanften Farben und Erdtönen gearbeitet. Das Licht wird ebenfalls gekonnt eingesetzt. Die Tischgröße ist so gewählt, dass von zwei Personen bis zu einer langen Tafel individuell kombiniert werden kann. Besonders gut gefallen mir die Bänke, die sich entlang der Wände befinden. Dort finde ich es am gemütlichsten.

Die Gestaltung der Böden fand ich auch interessant. Dort wurde das Muster eines Teppichs aufgemalt, was du auf einem der Bilder ganz oben sehen kannst.

Die Zukunftspläne von Osmans Töchter

Die beiden Geschäftsfrauen haben natürlich auch Pläne für die Zukunft. Und wenn du das hier liest, wurde wahrscheinlich schon das ein oder andere davon umgesetzt.

Lale hat mir erzählt, dass die beiden ab Herbst 2020 einen Online-Shop eröffnen möchten. Dort wollen sie eine Auswahl ihrer Meze anbieten und erstmal im näheren Umkreis ausliefern. Und damit die beiden Restaurants in der Wielandstraße und der Pappelallee immer den gleichen Standard haben, ist angedacht in der Nähe der Filiale in Prenzlauer Berg eine Zentralküche einzurichten. Das heißt, von dort aus werden dann beide Filialen beliefert. So machen es schließlich auch etliche andere Restaurants, die mehrere Standorte betreiben.

Fazit

Super Qualität, toller Service, angenehmes Ambiente und ganz viele vegane Optionen. Die Preise sind etwas gehobener, daher vielleicht nicht für jeden Tag. Wenn du dir aber einen schönen Abend mit Familie oder Freunden machen willst, kann ich dir Osmans Töchter sehr empfehlen.

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Infos – Restaurant Osmans Töchter

www.osmanstoechter.de

Hier geht’s zur Speisekarte. Falls diese nicht mehr aktuell sein sollte, findest du sie über die Webseite.

Charlottenburg

Öffnungszeiten: Mo – Fr, 17:30 – 23:00h // Sonn- und Feiertage, 17:00 – 23:00h

Adresse: Wielandstraße 38, 10629 Berlin

Email: charlottenburg@osmanstoechter.de

Telefon: 0176 320 921 68

Prenzlauer Berg

Öffnungszeiten: Mo – Fr, 17:30 – 23:00h // Sonn- und Feiertage, 17:00 – 23:00h

Adresse: Pappelallee 15, 10437 Berlin

Email: info@osmanstoechter.de

Telefon: 0172 274 46 62